Die Weihnachtsgeschichte - Den Anderen Willkommen heißen

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Sie gebar ihren ersten Sohn und wickelte ihn in Windeln und legte ihn in eine Futterkrippe; denn sie hatten sonst keinen Raum in der Herberge. Lukas 2,7

In besonderen Situationen bekommen Bibelworte eine ganz neue Aktualität und Brisanz. Ich lese die altbekannte Weihnachtsgeschichte und bin sofort hineinversetzt in die täglichen Nachrichten. Ich höre geradezu die Rufe: Das Schiff ist voll, es ist kein Platz, bleibt wo ihr seid! Ich denke an die Besuche bei den heutigen syrischen Herberge Suchenden im Flüchtlingsheim in derselben Straße, in der auch unsere Gemeinde steht. Sie haben ihre Heimat verloren und ich kann nur ahnen, was das bedeutet. Mir kommt das schöne Paul-Gerhard-Lied in den Sinn: „Wie soll ich Dich empfangen und wie begegne ich Dir?“ und bleibe gleich bei der ersten Zeile hängen. Wie soll es gehen? Die heimelige, kuschlige Weihnachtsatmosphäre will in diesem Jahr noch schwerer als sonst aufkommen. Und das ist gut so.

In diesem Jahr begegnet uns die Weihnachtsgeschichte als Herausforderung,als Nachfolgeübung. Jesus, der Heimatlose, steht vor der Tür und wird In besonderen Situationen bekommen Bibelworte eine ganz neue Aktualität und Brisanz. Ich lese die altbekannte Weihnachtsgeschichte und bin sofort hineinversetzt in die täglichen Nachrichten. Ich höre geradezu die Rufe: Das Schiff ist voll, es ist kein Platz, bleibt wo ihr seid! Ich denke an die Besuche bei den heutigen syrischen Herberge Suchenden im Flüchtlingsheim in derselben Straße, in der auch unsere Gemeinde steht. Sie haben ihre Heimat verloren und ich kann nur ahnen, was das bedeutet. Mir kommt das schöne Paul-Gerhard-Lied in den Sinn: „Wie soll ich Dich empfangen und wie begegne ich Dir?“ und bleibe gleich bei der ersten Zeile hängen. Wie soll es gehen? Die heimelige, kuschlige Weihnachtsatmosphäre will in diesem Jahr noch schwerer als sonst aufkommen. Und das ist gut so.

In diesem Jahr begegnet uns die Weihnachtsgeschichte als Herausforderung, doch für jeden, der ihn einlässt, zum Heimatgeber. ER stellt sich bewusst an die Seite der Vertriebenen, derer, die ihre innere oder äußere Heimat verloren haben, und zeigt ihnen: Gott ist euch nahe. ER sendet uns, seine Nachfolger, zu den Menschen – egal welcher Herkunft, Prägung oder Lebenssituation – um seine Einladung auch weiterhin auszusprechen: Du bist willkommen!

Es geht um praktische Gastfreundschaft, um gemeinsames Essen, um echte Begegnung, um Zuhören und Verstehen, um Staunen und die Erwartung, dass wir Jesus selbst begegnen.
In meinem Elternhaus hing immer dieser Spruch im Flur: Das ist der Gastfreundschaft tiefster Sinn, dass einer dem anderen Rast gebe auf dem Weg nach dem ewigen Zuhause (Romano Guardini). Die Weihnachtszeit ist die beste Zeit, Gastfreundschaft einzuüben, in der Gemeinde und zuhause. Ich bin sicher: Wir werden dabei unserem Herrn selbst begegnen. Dann wird Weihnachten.

Herzlichst,
Euer André Krause