Monatsspruch Juni - Gottes Segen

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„Ich lasse dich nicht los, wenn du mich nicht segnest.“ 1. Mose 32,27

Wenn wir jemanden zum Geburtstag gratulieren, verabschieden, willkommen heißen, Genesung wünschen oder zu entscheidenden Wendepunkten des Lebens etwas Gutes sagen, dann wünschen wir Gottes Segen oder sprechen den Segen Gottes zu. Wenn ein Kind geboren wird, ist es uns ein Bedürfnis, es unter den Segen Gottes zu stellen.

Selbst in unserer Sprache hat der Begriff "Segen" und damit auch seine Bedeutung einen festen Platz: "Dies und das ist ein wahrer Segen"; "Da ruht kein Segen darauf"; "Mahlzeit" (gesegnete Mahlzeit); "Tschüss, Adieu, Ade" (Gott befohlen, geh mit Gott); "Grüß Gott" (Gott grüße / Gott segne dich) usw.

Gottes Segen ist seine liebevolle Zuwendung und Begleitung für uns Menschen. Im Segen beschenkt Gott dich und mich mit seiner Kraft und Hilfe und wird wirksam in unserem Leben. Ich habe erkannt, dass ich nicht alles selbst tun kann. Die meisten Dinge des Lebens, vor allem die Entscheidenden, kann ich nicht selbst beeinflussen. Gut ist es, wenn ich meinen liebevollen Vater im Himmel kenne und mich seiner Fürsorge überlasse. Er möchte aus Liebe, dass es mir gut geht, ich z. B. einen Beruf habe, der meinen Begabungen entspricht und mich erfüllt, meine Seele gesund ist, ich ein glückliches Leben in Partnerschaft und Familie oder allein führe und mich seiner Führung anvertraue. Gottes Segen ist ein Geschenk an uns und es ist gut, wenn wir seinen Segen für uns erbitten, ihn anderen wünschen oder zusprechen. Jakob hatte zu Recht Angst, seinem Bruder Esau zu begegnen. Hat er sich doch den väterlichen Segen durch Betrug und List erschlichen. Wie vieles andere in seinem Leben auch, hat er dies selbst organisiert und in die eigenen Hände genommen. Nun betet er zu Gott seinem Herrn, um Hilfe für die Begegnung mit seinem Bruder und gleichzeitig organisiert er aus seinem Vermögen die Geschenke um Esau versöhnlich zu stimmen. In der Nacht vor der Begegnung zieht er sich zurück, um mit sich allein zu sein. Aber Jakob ist nicht allein, er ist nie allein wie auch wir nie allein sind. Gott ist in seinem wie in unserem Leben.

Jakob ringt mit seinem Gegenüber, vielleicht um die Vorherrschaft in seinem Leben. Dieser Kampf endet aber mit der allumfassenden Einsicht, dass ohne Gottes Beistand und Hilfe das Leben nicht gelingen kann und gipfelt in den Ausruf "Ich lasse dich nicht, wenn du mich nicht segnest."

Das ist die endgültige Lebensübergabe. Bezugnehmend auf den Monatsspruch wünsche ich dir und mir, dass wir diese Erkenntnis für unser Leben haben und unser ganzes Vertrauen in unseren Herrn setzen. Das größte und Leben verändernde Geschenk Gottes an mich und an uns ist Jesus Christus! Mit ihm wurde die Segenslinie, die Gott mit der Erschaffung der Menschen begonnen hat mit ewigen Leben erfüllt und vollendet.

Es grüßt Euch herzlich Horst-Joachim Weiße

„Der Herr segne dich und behüte dich, der Herr lasse sein Angesicht leuchten über dich und sei dir gnädig. Der Herr erhebe sein Angesicht auf dich und gebe dir Frieden.“ 4. Mose 6,24-25

Bild: Dieter Schütz / pixelio.de