Ideen zu Ostern - Kindern Jesu Weg zum Kreuz nahe bringen

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„Wir feiern Ostern als Fest der Auferstehung von Jesus.“ – dies könnte eine mögliche Antwort auf die Kinderfrage „Warum feiern wir eigentlich Ostern?“ sein. Was würdest du deinen Kindern antworten?

Eine gute Möglichkeit ist es, kindgerechte Geschichten vorzulesen. Es gibt eine Menge Bilderbücher auch für die Kleineren, z. B. das Pappbilderbuch „Die Geschichte von Ostern“. Zum Vorlesen geeignet ist das Buch „Elias erlebt Ostern“, das die Geschichte aus Sicht eines kleinen Esels erzählt. Hörspiele gibt es auch: Für die jüngeren Kinder „Lotta und Luis und das Osterfest“ und für die älteren „Der Schlunz – Rätsel um das Osterei“.

Für ein besseres Verständnis kann die Ostergeschichte auch skizziert werden, das heißt, während des Erzählens wichtige Figuren sowie die Stationen des Leidens und Siegens von Jesus auf weißem Papier mit zu zeichnen. Denkbar wäre ebenfalls eine Art Schattenspiel zur Geschichte, welches man mit Hilfe eines Overheadprojektors an die Wand werfen kann. Insgesamt sollte man die Kinder nicht überfordern, gezielt auswählen und sich vor allem an den Interessen und Fragen der Kinder orientieren.

Der Kindergottesdienst beschäftigt sich dieses Jahr in der Passionszeit mit dem Thema Abschied. Damit können selbst unsere Kleinsten schon etwas anfangen, denn auch sie kennen Abschied nahmen, etwa von Mama oder Papa im Kindergarten. Die Grundlage hierfür ist das Johannesevangelium. Jesus hat sich um die Menschen in seinem Umfeld gesorgt und bereitet sie durch verschiedene Worte und Gesten auf den Abschied von ihm vor. So geht es neben Maria und Marta, die unterschiedliche Arten der Zuwendung zeigen, um das Weizenkorn, das erst sterben muss, damit etwas Neues entstehen kann und auch um die Fußwaschung der Jünger durch Jesus selbst, bis hin zur Kreuzigung, dem vorerst endgültigen Abschied.

Kinder können auch Aspekte der Geschichte nachspielen: Wer wälzt den Stein vom Grab weg? (Markus 16,3) Zunächst beraten sich die Kinder darüber, wie der große Stein vorm Grabe Jesu am besten weggewälzt werden könnte. Hierbei sollten zunächst viele fantasievolle Ideen zugelassen und gesammelt werden. Als Denkanstoß könnte auf die zwei Wächter hingewiesen werden, die das Grab bewacht haben. Hätten sie es geschafft? Oder die Frauen, die zum Grab kamen? Oder alle zusammen? ...Nun dürfen sich die Kinder ausprobieren, indem sich zwei oder drei so hinsetzen, dass sie sich mit ihren Händen umfassen können und einen großen, schweren Stein bilden. Ein mutiges Mädchen oder ein mutiger Junge darf jetzt probieren, den Stein
wegzuwälzen. Dies ist nur eine der vielen Ideen, die man etwa auf www.kigo-tipps.de/html/ostern nachlesen kann.
Wenn man mit den Kindern spazieren geht, sieht man immer mal ein Kreuz, etwa an Kirchen. Das kann ebenso ein Anstoß sein, mit den Kindern ins Gespräch zu kommen. Oder auch die Natur mit ihren Frühblühern und Knospen, die jetzt wieder anfangen zu
sprießen. Neues Leben beginnt. Auch die kleine Raupe, die sich verpuppt, um zum Schmetterling zu werden, ist eine tolle Analogie zum Thema Ostern, denn „im Licht der Ostersonne bekommen die Geheimnisse der Erde ein anderes Licht.“ (Friedrich von Bodelschwingh)
Die Ideen sammelte für Euch Katja Hennig