Gedanken zum Advent - Hoffnung für die Welt
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Advent, Advent, ein Lichtlein brennt. Erst eins, dann zwei, dann drei, dann vier, dann steht das Christkind vor der Tür. Das war mein erster Gedanke zum Thema Advent. Und ich denke an strahlende Kinderaugen, Weihnachtsnaschereien und an Glühwein. Eigentlich eine Zeit der Besinnung und des Zur-Ruhe-Kommens, aber – nicht zuletzt aus persönlichen Gründen – denke ich dieses Jahr auch an eine Zeit voller Stress und Erwartungsdruck. Gleichzeitig ist der Advent für mich als Christin aber auch mehr als nur Geschenke, das viele gute Essen und der Kerzenschein.

Advent, abgleitet vom lateinischen adventus (eigentlich Adventus domini – die Ankunft des Herrn) ist die Zeit, in der wir Christen uns auf das Fest der Geburt von Jesu vorbereiten. Zum krönenden Abschluss des Advents, dem Heiligen Abend, erinnern wir uns an und feiern die Ankunft von Jesus auf der Welt, geschenkt von Gott als ein kleines Stück Himmel hier auf Erden. Was aber bedeutet „der Himmel auf Erden“

 

genau? Viele verbinden damit zunächst das Gefühl, dass es einem sehr gut geht und man ein angenehmes Leben führt. Der Himmel, von dem in der Bibel die Rede ist, muss jedoch differenzierter betrachtet werden. Er schenkt vor allem eines: Hoffnung. Denn neben dem persönlichen Stress ist die Adventszeit, die eigentlich schön und besinnlich sein sollte, leider häufig geprägt von Streit und schlechten Nachrichten, aktuell die Ebola-Epidemie in Afrika oder die grausamen Verfolgungen von Christen und Andersgläubigen durch den IS. Nachrichten, die in mir ein Gefühl der Ohnmacht aufsteigen lassen. Und doch schenkt es Hoffnung, dass wir wissen, es gibt einen Ort, an dem all das nicht mehr sein wird. Durch die Ankunft von Jesus in dieser Welt wird uns der Zugang zu diesem Ort ermöglicht und auch oder gerade daran sollten wir uns zum Advent voller Dankbarkeit erinnern.

„Lasst euch im Herzen keine Angst machen. Glaubt an Gott und glaubt an mich. Im Haus meiner Vaters gibt es viele Wohnungen. Sonst hätte ich euch nicht versprochen: Ich gehe dorthin, um einen Platz für euch bereit zu machen. Und wenn ich dorthin gegangen bin und einen Platz für euch bereit gemacht habe, werde ich wiederkommen. Dann werde ich euch zu mir holen. […] Ich selbst bin der Weg. Genauso bin ich die Wahrheit und das Leben. Es gibt keinen anderen Weg, der zum Vater führt, als mich.“ (Johannes 14, 1-6)

Katja Hennig

Bild: Petra Bork / pixelio.de