Persönliches

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Welche Bedeutung hat Gott für die Menschen in unserer Gemeinde? Welche Kraft gibt ihnen ihr Glaube? Was bedeutet ihnen eigentlich die Taufe?

Wir haben diese Seite eingerichtet, um Dir "O-Töne" - Originalberichte - einiger unserer Gemeindemitglieder vorzustellen.

Katharina (29 Jahre)

Mein Weg zum Glauben war lang und ein andauernder Prozess. Ich wurde von gläubigen Eltern erzogen und bin mit täglichem Beten und sonntäglichen Gottesdienstbesuchen aufgewachsen. Solange man aber keine persönliche Beziehung zu Gott hat, ist es eben nur Alltag bzw. Gewohnheit, Ritual oder Ähnliches. Während meiner Zeit als junge Erwachsene und meiner Entfernung zum Elternhaus habe ich ein Stück weit den Glauben aus den Augen verloren. Erst durch ein persönliches, einschneidendes Erlebnis hat es so richtig "Klick" gemacht.
Ich hatte einen Schlaganfall. Eigentlich eine schreckliche Diagnose mit 28 Jahren, aber Gott hat diesen schlimmen Vorfall in meinem Fall genutzt, um mir zu zeigen: Du bist in meiner Hand und ich helfe dir in Situationen, wo du dir selbst nicht mehr helfen kannst – nur manchmal anders als du es dir vorstellst.
Ich lasse mich jetzt taufen, weil ich Gott sehr dankbar bin für die Bewahrung während der Zeit und für alle Veränderungen, die es mit sich gebracht hat. – Er hat mit etwas Schlimmen etwas Gutes geschaffen und das ist für mich ein Wunder an mir. Ich will eine Beziehung zu Jesus haben und vertraue darauf, dass ich mich ganz auf ihn verlassen kann.

Damaravy (16 Jahre)

In der Familie war Gott ein gängiges Gesprächsthema, aber als Kind habe ich ihn noch nicht wirklich wahrgenommen. Auch im Kindergottesdienst hat man über Gott, seinen Sohn Jesus und den Heiligen Geist geredet, doch konnte ich damals nie viel damit anfangen. Erst durch den Gemeindeunterricht und später durch zahlreiche Jugendstunden mit unserem Jugendreferenten haben sich mehr und mehr Fragen, die sich mir zu unserem Schöpfer stellten, gelöst, wie zum Beispiel: "Wie begegnet Gott dem Menschen?", "Tut Gott auch heute noch Wunder?" oder "Sind alle Menschen auf der Welt Gottes Kinder?". Der Heißhunger nach mehr Antworten über meinen Gott motivierte mich dazu, an der Sommerfreizeit der Organisation Wort des Lebens teilzunehmen. Dort ist mir Gott das erste Mal begegnet. Dieses Gefühl, Jesus Christus an meiner Seite zu haben, legte mein weiteres Leben mit Gott fest.
Meine Begegnung mit Gott ist ungefähr 1 Jahr her. Diese Zeitspanne hat mir noch einmal die Zeit gegeben, über den Glauben zu Gott und Jesus Christus nachzudenken. Nach dem Entschluss mein Leben mit Gott zu gehen brauchte ich selbst noch etwas Zeit, um mich in dieses Leben hineinzufinden und Gott in meinen Alltag zu stellen. Ich habe mich dazu entschlossen mich taufen zu lassen, weil die Taufe meinen Glauben nur noch stärkt und den Grundstein für mein weiteres Leben mit Gott darstellt.

Katja (25 Jahre)

Ich bin in einer nichtchristlichen Familie aufgewachsen bin. Das erste Mal habe ich mir im Alter von 15 Jahren Gedanken über Glauben und Gott gemacht, ob es da etwas oder jemanden gibt der mein Leben beeinflusst und ich habe gespürt, dass es Dinge gibt, die sich rational nicht erklären lassen. Wirklich zum Glauben gefunden habe ich dann erst vergangenes Jahr, als ich in England an einer christlich geprägten Grundschule gearbeitet habe. Außerdem habe ich Menschen kennengelernt, mit denen ich mich das erste Mal über Gott und Glauben unterhalten konnte und mit denen ich dann auch das erste Mal über Taufe gesprochen habe. In dieser Zeit sind auch einige Dinge passiert, an denen ich gemerkt habe, dass Gott für mich da ist und beispielsweise im richtigen Moment die richtigen Menschen meinen Weg kreuzen lässt.
Als ich zurück in Deutschland war habe ich gezielt nach einer Freikirche bzw. Baptistengemeinde gesucht und bin bei den Baptisten Leipzig gelandet und geblieben. Nachdem ich eine Taufe miterlebt hatte, war ich mir sicher, dass auch ich meinen Glauben öffentlich machen möchte und mein Leben ganz bewusst mit Gott leben möchte. Die Taufe war für mich ein sehr bewegender und feierlicher Moment für mich und ich freue mich, jetzt Mitglied in der Gemeinde zu sein. Ich habe das Gefühl, Gott ein bisschen näher gekommen zu sein und hoffe, dass mein Glaube weiter wachsen wird und mir Kraft gibt.

Willi (24 Jahre)

2004 erkrankte ich unerwartet. Ich begann mir Fragen über den Sinn des Lebens zu stellen. Wieso bin ich hier? Wo gehe ich hin? Ich wand mich an einen Freund, von dem ich wusste, dass er Christ ist, um zu erfahren, welche Antworten er auf diese Fragen hat. In der folgenden Zeit haben wir viele Gespräche geführt und ich wollte auch gern selbst Gottesdienste besuchen. Mein Freund hat mich schließlich mit in diese Gemeinde genommen. Die Taufe bedeutet für mich einen Neuanfang. Ich vertraue mich Gottes Führung an und möchte meinen Weg künftig mit ihm gehen.
Ich wurde gleich bei meinem ersten Besuch in der Gemeinde angesprochen und habe mich sofort wohl gefühlt. Schnell habe ich Freunde gefunden und im Technikteam eine feste Aufgabe übernommen. Die Gemeinde gibt mir die Gewissheit, dass ich bei Problemen immer einen Ansprechpartner und praktische Hilfe bekomme.