Sehnsucht

In den Texten der Advents- und Weihnachtszeit kommen sich Gott und Mensch auf eine einmalige Weise nahe. Die Sehnsucht der Menschen und die Sehnsucht Gottes begegnen einander. Vieles auf Erden schreit zum Himmel und der Himmel reißt buchstäblich auf. Anders herum hat Gott schon vorzeiten vielfach und auf vielerlei Weise durch die Propheten zu den Vätern geredet (Hebräer 1,1) und zuletzt durch seinen Sohn Jesus Christus.

Ein Weihnachtslied von Paul Gerhardt stellt die entscheidende Frage: Wie soll ich Dich empfangen und wie begegne ich Dir? Von Anfang an werden Menschen in eine Entscheidung gestellt. Johannes beschreibt das sehr nüchtern: Er kam in sein Eigentum und die Seinen nahmen ihn nicht auf (Johannes 1,11). In seinen Gedanken zum 24. Dezember schrieb Dietrich Bonhoeffer: „An die Krippe des Christuskindes können wir nicht treten, wie an die Wiege eines anderen Kindes. Wer an seine Krippe gehen will, mit dem geht etwas vor, der kann nur gerichtet oder erlöst wieder von ihr fort gehen, der muss hier entweder zusammenbrechen oder er weiß die Barmherzigkeit Gottes sich zugewandt.“ Wie begegnen wir dem Kommen Gottes?

 

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